Bauerngärten sind für uns heutzutage das Sinnbild für ländliche Idylle und Gartenromantik – die perfekte Kombination aus Nutzen und Zierde. Doch das war nicht immer so. Was ursprünglich in einem Bauerngarten wuchs, war entweder nützlich, heilsam oder unkompliziert – oder alles auf einmal.
Heil- und Küchenkräuter
Ein Kräutergarten vereint Küchen- und Heilkräuter und sieht außerdem hübsch aus © Shutterstock/Pemaphoto
Die Hausapotheke musste für die alltäglichen und gröberen Wehwehchen immer das passende Kraut bereithalten. Küchenkräuter hingegen, bei denen weniger die Heilkraft, sondern der Geschmack im Vordergrund steht, waren nur dann im Bauerngarten zu finden, wenn sie keine großen Umstände machten, sprich pflegeleicht waren und jedes Jahr aufs Neue austrieben oder sich selbst aussamten. Und das waren neben Petersil und Schnittlauch – noch heute die absoluten Kräuter-Klassiker – Estragon, Liebstöckel, Bohnenkraut, Majoran und viele mehr.
Estragon
Legendär ist seine Würzkraft für Kräuteressig, Einlegegurken und für die Senfherstellung. In Gerichten kommt das Kraut am besten allein zur Geltung. Das intensivere Aroma hat der Französische Estragon im Vergleich zum milderen Russischen Estragon.
Liebstöckel
Schon wenige Blätter genügen, um den unverwechselbaren „Maggikraut“-Geschmack in den Topf zu bringen. Im Gegensatz zu anderen Kräutern bleibt das Aroma beim Kochen erhalten. Wird bis zu 2 m hoch, also ausreichend Platz im Beet einräumen.
Bohnenkraut
Der pfeffrige Geschmack wird klassischerweise für Bohnengerichte genutzt, passt aber auch zu Fleisch, Fisch und Gemüse. Auch im Beet sind Bohnen und Bohnenkraut ideale Partner. Für die Ernte im nächsten Jahr aussamen lassen!
Majoran
Für deftige Eintöpfe, Fleischgerichte und als klassisches Wurstkraut war der Echte Majoran unverzichtbar, denn er macht fette Speisen bekömmlicher. Obwohl es aus Südeuropa stammt, hat sich das Kraut auch in den Bauerngärten etabliert.
Kräuter haltbar machen
Üblicherweise wurden bzw. werden die Kräuter entweder frisch verwendet oder kopfüber hängend bzw. auf mit Gittern bespannten Trockenrahmen und vor der Sonne geschützt in einer luftigen Scheune getrocknet.
Die Aromen und Wirkstoffe der Kräuter können auch durch das Einlegen in Essig oder Öl erhalten bleiben. Auch die Methode ist nicht neu. Zum einen waren Essige und Öle meist ausreichend verfügbar, zum anderen ist das Verfahren der Extraktion besonders einfach.
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