Mit wilden Hecken im Garten kann viel Gutes für die heimische Tierwelt geschaffen werden. Zahlreiche Vögel, Kleinsäuger, Insekten und Amphibien finden Schutz und Nahrung zwischen dem Geäst. Mehr lesen ...
Die Wildbienen der Gattung Megachile schneiden von Laubblättern, z.T. auch Blütenblättern, vom Rand aus Blattteile heraus, die sie im gleichen Arbeitsgang mit den Beinen zusammenrollen. Diese Arbeit ist sehr anstrengend, daher kann man diese Bienen oft beim „Verschnaufen“ auf dem Blatt vor dem Abflug noch sehen. Und auch beim Transport sind die Insekten nicht unbedingt unauffällig – es sieht fast aus, als würden sie auf einem Sattel durch die Luft reiten.
Angekommen in der Bruthöhle formen sie die Blattstücke zu kleinen Bruträumen, in die dann jeweils ein Ei und Pollenvorrat gelegt wird. Die fingerhutartigen Bruträumen sind in den lienenartigen Bruthöhlen aneinandergereiht angeordnet. Durch ihre so gestaltete Auskleidung der Bruthöhle werden sie auch auch Tapezierbienen genannt.
Blattschneiderbienen sind oft in der Nähe von Gärten anzutreffen und wichtige Bestäuber vielen Kultur- und Wildpflanzen. Die meisten der bekannten Arten in Österreich sind in ihrem Bestand gefährdet. Durch Nisthilfen und den Anbau von Futterpflanzen können Sie ihr Vorkommen – und das aller Wildbienenarten – stärken. Die Beschädigungen an den Laubblättern sind nur kosmetischer Natur und beinträchtigen die Pflanzen selbst kaum. Daher ist eine Bekämpfung nicht angebracht.
Interessante Fakten
Übrigens sind nicht alle Arten der Gattung Megachile Blattschneider, ein Teil verwendet Mörtel aus Sand und Lehm zum Nestbau und wird entsprechend Mörtelbienen genannt.
Mit 1.500 Arten ist die Gattung sehr groß und kommt weltweit vor. Die größte Biene der Welt zählt ebenfalls zur gleichen Gattung: Megachile pluto mit einer Flügelspannweite von mehr als sechs Zentimetern lebt in Indonesien.
In Österreich gibt es 25 Arten der Blattschneiderbienen. Die Flugzeit beginnt meist im Spätfrühling und endet im Herbst.